Tag: Italien

Italien 2009: Meer, Florenz, Pisa, Lucca

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Nachdem wir drei Nächte in Rom verbracht hatten ging es am Freitagmorgen wieder in Richtung Heimat. Aber der Urlaub war natürlich noch nicht vorbei – Florenz war unser nächstes Ziel. Und da zu einem Italienurlaub auch Meer gehört fuhren wir nicht direkt in Rom auf die Autobahn sondern sind erstmal ohne genaues Ziel von Rom aus gen Westen in Richtung Meer gefahren. Dort in einem kleinen Dorf haben wir uns dann ein bißchen an den Strand gelegt. Ins Wasser sind wir dort aber nur mit den Füßen. Nach dem kleinen Strandbesuch waren wir ziemlich hungrig und haben in unser Garmin einfach mal nett klingende Restaurants in der näheren Umgebung eingegeben. Aber entweder waren die Pizzerien geschlossen oder sie sagten uns vom Aussehen her nicht zu.

Und so landeten wir schlussendlich nicht in einer Pizzeria, sondern in einem etwas edleren Fisch-Restaurant direkt am Meer. Dort waren wir dann die einzigen Touristen und haben nicht allzuviel von der Speisekarte verstanden. Was wir verstanden haben war “Ravioli” und “Risotto” weshalb wir uns dafür entschieden haben. Aufgrund des Preises der beiden Gerichte dachten wir auch, dass wir keinen “secondo piatto” benötigen. Erst als die Leute an den Nebentischen einen Gang nach dem anderen serviert bekamen wurde wir etwas stutzig. Nun ja, schlussendlich haben wir das Lokal nicht 100% gesättigt verlassen :)

Nun ging es zurück auf die Autobahn mit dem Ziel Florenz – genauer gesagt dem Ort Figline Valdarno mit seinem Campigplatz “Norcenni Girasole Club“. Dort sind wir dann um 17 Uhr angekommen und haben unseren, unter Pinien gelegenen Stellplatz bezogen. Den ersten Abend nutzten wir erst mal zu einer kleinen Erkundungstour des Platzes, den der ist wirklich riesig und bietet neben drei Pizzerien, einer Eisdiele, Tennis- Minigolf und Boule-Plätzen auch noch zwei Schwimmbäder und und und….Sogar W-Lan hätte es gehabt, war mir aber zu teuer ;)

 

Den nächsten Tag nutzten wir für einen Besuch in Florenz. Nachdem wir in Rom so viel Geld für Museen und sonstige Sehenswürdigkeiten ausgegeben hatten, hat uns hier nichts so wirklich gereizt und so verbrachten wir den Tag mit Cachen (an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten kommt man so aber natürlich trotzdem vorbei). Ein Cache führte uns zum Piazzale Michelangelo. Einen Platz auf einem kleinen Berg (auf der einer der drei Davids in Florenz steht) von dem aus man einen herrlichen Blick über Florenz hat.

 

Gabi war ja in Florenz (u.a. bekannt für die Lederverarbeitung) auch auf der Suche nach einer Ledertasche für ihre künftige Leherkarriere. So besuchten wir am am späten Nachmittag (nach einem leckeren Cappuccino) noch Florenz bekanntesten Markt San Lorenzo. Dort fanden wir auch eine sehr schöne Tasche, doch so richtig überzeugt war Gabi nicht, und setzten wir uns ohne wieder in den Zug zurück nach Figline Valdarno. Am dortigen Bahnhof wurden wir dann von einem lustigen Gefährt erwartet, welches uns zurück zum Campingplatz brachte.

Am Sonntag gönnten wir uns dann unseren ersten richtigen Ruhetag. Chillen am Pool, Grillen vorm Zelt und als Schlaftrunk einen leckeren Wein….

 

Für Montag hatten wir uns für einen Tagesausflug nach Pisa/Lucca angemeldet. Ausflüge dieser Art werden direkt vom Campingplatz angeboten und so ging es morgens um 8.30 Uhr mit dem klimatisierten Bus nach Pisa. Wer schon mal dort war weiß, dass dort eigentlich alle bekannten Sehenswürdigkeiten an einem Platz befinden. Und genau an diesem Platz wurden wir von unseren Reiseleitern dann auch abgeliefert. Wir entschieden uns wieder uns die Museen/Kirchen von innen anzuschauen (auch die 15€ für die Besteigung des schiefen Turms haben wir lieber in eine leckere Pizza am Abend auf dem Campingplatz investiert). Nach den obligatorischen Fotos, auf denen wir den schiefen Turm vorm Einstürzen retten ließen wir uns wieder von den vorhanden Caches durch die wirklich schöne Stadt Pisa leiten. Dort kamen wir an Stellen vorbei, die wir ohne Cachen wohl nie besucht hätten. Es lohnt sich also sein GPS vor einem Urlaub mit Caches zu betanken.

 

Nach dem Mittagessen ging es dann weiter nach Lucca, einer mittelalterlichen Stadt, von der wir vorher noch nie wirklich was gehört hatten. Lucca ist ein schönes kleines Städtchen welches komplett von einer begehbaren Stadtmauer umgeben ist und in der Giacomo Puccini, u.a. Komponist der Oper Tosca, geboren wurde. Da wir keine must-see Sehenswürdigkeiten von Lucca auf dem Zettel hatten nutzten wir den Nachmittag wieder zum Cachen.

Lucca ist übrigens auch die Stadt, in der man auf der Suche nach einer öffentlichen Toilette trotz Stadtplan geschätzte 241 Mal an der gleichen Stelle vorbeikommt ohne die Toilette zu finden…..

 

Dies war dann auch unser letzter kultureller Ausflug in diesem Urlaub, denn für unseren letzten (kompletten) Tag in Italien hatten wir wieder einen Ruhetag geplant. Die mitgebrachten Bücher mussten ja mal gelesen werden :)

Tja und dann war es leider so weit. Der Tag des Aufbruchs war gekommen. Frühstück, Zelt abbauen und Campingplatz bezahlen. Da wir unsere Wanderschuhe nicht umsonst mit nach Italien genommen haben wollten, haben wir uns bevor die Heimreise antraten noch einen “kleinen” Wandercache ausgesucht. Der Cache sollte auf einem Berg in der Nähe von Figline Valdarno liegen. Die Wanderung bei > 30°C den steilen Berg hinauf war sehr anstrengend. Und nachdem der Weg nach zwei Stunden aufstieg immer verwildeter und somit schlangen-technisch bedenklicher wurde, entschieden wir uns umzukehren. Im Nachhinein wohl die beste Entscheidung, denn wer weiß wieviele Stunden wir noch gebraucht hätten den Cache zu heben.

 

Tja, und dann ging es nun wirklich zurück Richtung Heimat.

Abschließend bleibt zu sagen, dass es ein wirklich wunderschöner Urlaub war und sich der Besuch der historischen Stätten wirklich gelohnt hat.

Italien 2009: Hinfahrt + Rom

Früh morgens um 4:45 Uhr sind wir mit dem guten Polo (Danke nochmal!) in Langenargen gestartet. In Österreich noch kurz voll getankt, eine Vignette für die Schweiz gekauft und schon ging es weiter Richtung Italien. Die Fahrt nach Rom verlief eigentlich relativ unspektakulär, nur in Mailand stockte der Verkehr etwas. Dort kamen wir dann auch zum ersten Mal in den Genuss der italienischen Fahrweise. Links und Rechts an unserem stehenden Auto sind dort die Motorräder bzw. Roller vorbeigeschossen. Dass wir dort bei einem Spurwechsel keinen überfahren haben ist eigentlich ein Wunder…vielleicht haben wir es ja, aber bloß nicht bemerkt… ;)

Um kurz vor 16 Uhr sind wir dann auf dem Campingplatz Seven Hills in Rom angekommen. Das war ein ganz einfacher Campingplatz am Rande Roms, der aber alles hatte was man so braucht (kleiner Supermarkt, Schwimmbad (hat allerdings extra gekostet) und eine Pizzeria). Dort gab es Shuttlebusse für 50Cent, die morgens jede Stunde zum Bahnhof gefahren sind und von dort konnte man mit einem 4€ Tagesticket direkt ins Zentrum von Rom fahren.

 

Am 1. Tag, Mittwoch, waren wir im Vatikan. Da Donnerstags Feiertag (Christi Himmelfahrt) war, dachten wir, dass Mittwochs dann weniger los sei. Da hatten wir uns allerdings getäuscht, denn mittwochs ist dort immer Papstaudienz. Das bedeutet, dass der Papst auf den Petersplatz kommt und einen Gottesdienst hält. So sind wir dann aber wenigstens in den Genuss gekommen, den Papst zu sehen, der sich zu beginn der Audienz erstmal mit dem Papamobil durch die Menge hat fahren lassen. Nur in Petersdom konnten wir deshalb nicht. Dafür sind wir aber in die Sixtinische Kapelle gegangen. Die langen Gänge in den Gebäuden sind schon der Wahnsinn, vor allem wenn sie voll mit Leuten sind die zu den buntbemalten Decken hochgucken. Lange waren wir da aber nicht drin, sind halt beide nicht soo Kunst interessiert. :)

 

Von dort gings dann weiter zum Kolosseum. Das ist schon auch beeindruckend, weils ganz schön groß ist und wenn man sich vorstellt, wie viele Leute da früher rumsaßen und sich Kämpfe angeguckt haben ist das schon krass. Mittlerweile ists aber halt nur noch ein altes Gemäuer. Genauso wie das Forum Romanum. Faszinierend ist, wie viele Säulen in Rom so rumstehen, das sieht schon gut aus. Zum Abschluss des Tages gab es noch einen Cache beim Mund der Wahrheit und einen Abstecher zum Circus Maximus.

 

Am nächsten Tag haben wir u.a. die Spanische Treppe, den Trevi-Brunnen und das Pantheon angeschaut. Besonders interessant war an diesem Tag der Besuch der Engelsburg. Von ihr aus gibt es einen als Mauer getarnten “geheimen” Gang in den Vatikan, von dem spätestens seit Illuminati jeder schon gehört hat. Auch der Ausblick über Rom vom “Dach” der Burg war fantastisch! An der zugehörigen Brücke lag dann, oh Wunder, ein Cache :)

Da wir am Mittwoch den Petersdom aufgrund der Audienz nicht von innen besichtigen konnten, haben wir dies zum Abschluss des Tages gemacht.

 

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