Tag: Frankreich

Karibische Videos

Es jetzt fast ziemlich genau zwei Jahre her, dass wir unsere weiteste gemeinsame Reise unternommen haben: die Insel St. Barthélemy in den kleinen französischen Antillen.

Letztens habe ich auf meiner Festplatte ein paar Videos von dem tollen Urlaub gefunden, und dachte mir das nahende Jubiläum ist jetzt der richtige Augenblick diese mal der Welt zu zeigen ;)

Ich bitte im Voraus die etwas vielen Flugzeugvideos zu entschuldigen…

Los geht’s mit einem Video über die Landung auf der Insel. Weil die Insel recht klein ist, landet man mit der großen Boeing auf der (zu Holland gehörenden) Nachbarinsel St. Martin und besteigt dann eine kleine Propellermaschine um damit nach St. Barth zu fliegen. Die Landebahn ist sehr kurz und liegt zwischen einem Hügel auf der einen und dem Meer auf der anderen Seite. Die Piloten brauchen um hier landen zu dürfen eine extra Lizenz.

Dass die Landung manchmal auch schief geht zeigt das nächste Video (nicht von mir):

Zur Abwechslung mal ein Video ohne Flugzeug. Aufgenommen am Strand von Flamands (man beachte die Menschenmassen am Strand…es war dort nämlich Winter und den Einheimischen somit zu kalt zum baden….hatte ja nur ca. 30° C…)

Der Start für den Rückflug nach St. Martin sah dann ungefähr so aus:

Und jetzt das ganze noch aus der Onboard-Kamera gefilmt:

Doch damit nicht genug, denn auch das Landen in St. Martin hat seine spannenden Seiten. Hier diesmal zuerst von der Onboard-Cam:

Und dann nochmal von außen (diesmal nur als Bilderserie….manchen mag der Strand und die tieffliegenden Flugzeuge von der ein oder anderen Fun-E-Mail bekannt vorkommen):

In diesem Sinne, frohe Weihnachten! War bestimmt nicht unser letzter Aufenthalt auf St. Barths!

P.s.: Ja, ich stehe auf Flugzeuge!

Paris 2009

Der letzte Urlaub, nach Italien, lag nun schon etwas zurück. Deshalb war es mal wieder an der Zeit etwas Abstand vom Alltag zu nehmen und Ulm für eine Woche zu verlassen. Dieses Mal ging es in ein anderes Nachbarland – nach Frankreich. Montag morgens sind wir deshalb, mit einem befreundeten Pärchen, in Ulm in den TGV gestiegen und kurz nach dem Mittagessen in Paris angekommen. Nachdem die Ticketfrage geklärt war (ich empfehle allen Parisurlaubern ein Passfoto mit zu nehmen) ging es auf Zugsuche. Aber der war dann auch bald gefunden und so sind wir erstmal zum Einchecken ins Hotel gefahren.
Unser Hotel (Dreamcastle Hotel) lag direkt beim Disneyland und deshalb hatten wir immer knapp 40 Minuten Fahrt von dort ins Pariser Stadtzentrum. Die Zeit konnte aber auch immer wieder ganz gut genutzt werden um sich über gewisse Sehenswürdigkeiten zu informieren. Das Hotel war soweit ganz in Ordnung. Es hat zwar nicht unserer Vorstellung von vier Sternen entsprochen, aber beim Frühstück ist man satt geworden, das Zimmer war soweit sauber und der Blick aus dem Zimmerfenster super.

Gleich am ersten Abend sind wir dann nochmal nach Paris gefahren um die “Sonderbeleuchtung” am Eiffelturm zu bewundern. Da der Hunger dann doch schon sehr groß war, haben wir uns auf die Suche nach etwas Essbarem gemacht, haben noch Proviant eingekauft und sind dann auch schon wieder zurück ins Hotel.

Den zweiten Tag begannen wir mit dem dem Besteigen des Triumphbogens. Von dort aus hatten wir einen tollen Blick über Paris. Am besten war aber fast die Sicht auf den berühmt berüchtigten Kreisverkehr um den Bogen herum. Faszinierend, dass es in den 10 Minuten in denen wir das Treiben dort beobachtet haben nie gekracht hat. Direkt neben dem Triumphbogen sollte sich eigentlich auch unser erster Paris-Cache verstecken, doch auch nach knapp 30 Minuten Suche blieb er vor uns verborgen. Etwas gefrustet sind wir dann entlang der Champs-Élysées bis zum Place de la Concorde gelaufen, auf dem damals die Guillotine und heute der Obelisk steht. Unser nächstes Ziel sollte das Louvre sein und so machten wir uns auf den Weg durch den “Jardin des Tuileries”. In diesem schönen Park sollte sich laut GPS ein weiterer Cache befinden. Nachdem Gabi beim Untersuchen eines Mauerlochs jedoch fast von einem Vogel geköpft wurde, zogen wir auch dieses Mal ohne geloggten Cache von dannen. Nachdem wir den “Triumphbogen von Carrousel” druchquert hatten, sahen wir auch schon das Louvre mit den vielen Pyramiden im Innenhof. Natürlich wollten wir sofort die Pyramide finden, die auf den heiligen Gral zeigt, doch irgendwie haben wir die “umgedrehte” Pyramide aus Dan Browns “The Davinci Code” (Sakrileg) nicht gefunden. Gibt es sie wirklich? Um sachdienliche Hinweise wird gebeten :) Im Innenhof des Louvre haben wir dann zwar nicht den heiligen Gral gefunden, aber immerhin unseren ersten Cache auf französischem Boden!

Dann ging es zu den Katakomben von Paris, welche wegen Vandalismus geschlossen hatten – leider, also weiter zum Invalidendom (Grabstätte Napoleons) und dann zum Eiffelturm auf den wir unbedingt wollten, am liebsten bei Sonnenuntergang. Den Zeitpunkt haben wir fast perfekt erwischt, war aber auf jeden Fall schön und ganz oben waren wir dann auch auf dem Klo – davon können wir noch unseren Enkeln erzählen… Anschließend Ewigkeiten einen Mc Donalds gesucht und kurz vor dem Verhungern auch einen gefunden. Spätestens ab diesem Moment waren dann auch die mitreisenden Informatiker glücklich, denn es gab free Wifi :) An diesem Tag haben wir glaube ich die meisten Kilometer absolviert und ab da taten uns dann auch immer die Füße weh…

Am dritten Tag hatte Tobi dann Geburtstag und zur Feier des Tages gönnten wir uns ein nicht ganz billiges Tagesticket (62€!) für die beiden Disney-Parks (Movie Park, Disneyland). Dort kam Gabi endlich in den Genuss von Achterbahnen mit Loopings, ansonsten gab es aber nicht viel nennenswertes was diese Parks vom Europapark unterscheidet. Flächenmäßig hatten wir sogar das Gefühl, dass der Europapark in Rust größer ist als das Disneyland. Auch all die bekannten Gesichter aus den Comics sah man nicht wie erwartet voller Freude winkend durch den Park schlendern, sondern nur für kurze Zeit an einem festen Ort für Fotos bereit stehend und natürlich am frühen Abend zur feierlichen Parade vor dem Schloss. Unsere Must-ride-Tipps: Rock ‘n’ Roller Coaster Starring Aerosmith, The Twilight Zone Tower of Terror, Indiana Jones Adventure und Space Mountain: Mission 2.

Am Ende des Tages gab es dann noch ein Gläschen Sekt und eine Folge Monk zum Einschlafen.

Tag 4 begann mit dem Besuch von Notre Dame . Laut Reiseführer gab es das beste Eise von Paris ganz in der Nähe auf der Seine Insel und so entschieden wir uns Berthillon aufzusuchen und uns ein solches zu gönnen. Leider hatte dieser aber auch geschlossen und so mussten wir mit einem anderen Café vorlieb nehmen, welches aber immerhin von ihm beliefert wurde. Anschließend marschierten wir zum Hôtel de Ville und von dort zum Centre Pompidou um dort das Treiben  zu beobachten :) Bei dieser kleinen Tour versuchten wir uns wieder an den verflixten französischen Caches doch außer einem polnischen Reisepass wurde mal wieder nichts gefunden :/

Nachdem wir immer müder wurden  und die Füße immer mehr schmerzten entschieden wir uns für eine, vom Reiseführer empfohlene Seine-Rundfahrt. Wir hatten uns aber etwas mehr erhofft. Man hat nun zwar die Sehenswürdigkeiten Paris mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten können, doch der “Reiseleiter” gab keine weiteren Infos dazu durch. Das einzige was er von sich gab war “Nächste Station Louvre – in 10 Minuten erreichen wir das Louvre”, immerhin auf vier Sprachen (wobei Deutsch nicht dabei war). Nachdem es also nichts neues zu erfahren gab entschieden sich drei der vier Reisenden die Zeit sinnvoller für einen Mittagsschlaf zu nutzen. Am frühen Abend ging es dann zum Sacre Coeur, wo es erstaunlich saubere und kostenfreie Toiletten gibt (die auf dem Eiffelturm waren übrigens auch sauber und kostenfrei) und einen super Ausblick, der allerdings etwas vernebelt war. Einmal schick französisch Essen war Pflicht, deshalb sind wir am Abend mit weiteren zwei Ulmern (jetzt waren wir zu sechst) in ein super Restaurant (“La cloche d´Or”) dinieren gegangen. Der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt. Mit vollen Bäuchen haben wir uns noch das Moulin Rouge, zumindest von außen angeschaut.

Unglaublich beeindruckend waren die riesigen Gärten von Versailles! Ich würde schon gern wissen, wie viele Gärtner dort beschäftigt sind. Auch das Gold an der Pforte war nicht übel, da hat jemand wirklich sehr, sehr, sehr viel Geld reingesteckt. In die Gemäuer sind wir nicht gegangen, aber man muss sich ja auch noch was fürs nächste Mal aufheben.

Wir waren zwar noch nie in Amerika, aber die Freiheitsstatue haben wir mittlerweile auch live und in Farbe gesehen. Die wenigsten wissen es, aber in Paris steht die genau gleiche Freiheitsstatue wie in New York. Der einzige Unterschied ist die Größe – die in New York ist neun mal so groß wie die in Paris. Sie war aber in jedem Fall trotzdem hübsch und eigentlich auch groß genug. Wir hatten auf der Hinfahrt noch einen ganz speziellen Tipp bekommen: Das Kaufhaus Printemps lockt momentan Kunden mit einer etwas spezielleren Attraktion: in den Schaufenster strippen profesionelle Tänzerinnen. Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, leider waren wir genau zur falschen Zeit am (immerhin) richtigen Ort – haben also keine Tänzerinnen gesehen, dafür unglaublich teuren Schmuck und andere Dinge, die sich ein Normalsterblicher nicht leisten kann. Mal wieder war der Hunger über den Tag hinweg stark gewachsen, also haben wir uns erneut auf die Suche nach Essbarem gemacht. Dabei sind wir an der schicken Oper vorbeigekommen, die wir das nächste Mal vielleicht auch von innen anschauen. Letztendlich haben wir eine nette kleine Crèperie im chinesischen Viertel gefunden. Das Essen war wirklich gut und der Cidre hat auch perfekt dazu gepasst.

Und dann war es auch schon Samstag… wir haben schön ausgeschlafen, uns am Frühstücksbuffet gestärkt und sind dann an den gare de l´ést gefahren, an dem der TGV uns wieder nach hause bringen sollte. Eigentlich wollten wir dort unser Gepäck einschließen und dann noch das Panthéon anschauen, allerdings wollten die von uns fünf Euro pro Gepäckstück und da waren wir dann doch Schwaben genug. Also haben wir eben ein paar Stunden am Bahnhof verbracht und diesen genauer untersucht. Die Heimfahrt war dann auch, bis auf nervige Anwälte, eher unspektakulär.

Es war wirklich ein schöner (dies lag übrigens auch an unserer Begleitung), aber auch anstrengender Urlaub.

Jardin des TuileriesJ

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