Um im Geschäft eine neue Möglichkeit zur Entspannung zwischen dem Coden zu finden machten Gabi und ich uns übers Wochenende auf eine neue Attraktion für die Oase zu beschaffen. Unser Weg führte uns mit dem großen breiten Bus des Chefs nach Hause zu den Eltern, denn nicht all zu weit von dort wartete er auf uns, der Williams Star Lightvon 1984.
Über Weihnachten dank vollem Familieneinsatz wieder zum Laufen gebracht, musste die 130 Kilo schwere Kiste nun noch den Weg nach Senden finden. Da der Koloss am Stück auch für die vielen helfenden Hände zu schwer bzw. zu ungeschickt zu tragen gewesen wäre, entschieden wir uns dafür ihn in zwei handlichere Teile zu zerlegen. Dafür mussten aber diverse Kabelverbindungen zwischen Ober- und Unterteil gekappt werden. 140Km später konnten diese Verbindungen aber, allen Unsicherheiten zum trotz, tatsächlich auf Anhieb fehlerfrei wieder hergestellt werden und den ersten Testspielen im neuen Zuhause stand nichts im Wege.
Da mein Papa geschäftlich nach Berlin musste, kam ich in den Genuss sein Weihnachtsgeschenk von meiner Mama einzulösen. Es ging nach Bregenz ins Festspielhaus um dort die Vorstellung Mother Africa anzuschauen. Dies ist ein afrikanischer Zirkus, wobei keine Tiere zur Aufführung gehören.
Mother Africa
Besonders beeindruckend fand ich die afrikanischen Gesänge und Tänze. Teilweise kam man sich so vor, als ob man mitten in der Wildnis von Afrika einen Buschtanz beobachtet. Das hat mir sehr gut gefallen. Mittlerweile Standard in einem Zirkus sind die so genannten Schlangenmenschen, die mir persönlich nicht so gefallen. Es ist zwar durchaus faszinierend was die mit ihren Körpern machen können, aber ganz gesund sieht das für mich nicht aus.
Wirklich gut fand ich auch den Mann mit den sieben Köpfen, oder waren es doch nur Hüte? Dies ist eine von den mehreren Jongliernummern. Genauso schön anzusehen waren die afrikanischen Frauen die Wasserkrüge und Tische auf ihren Füßen balancierten bzw. ins Rollen brachten. Ebenso gab es einige Akrobatiknummern und ein Diabolospieler, der super war.
Was man natürlich nicht vergessen darf: die attraktiven, meist leicht bekleideten Männer die durchaus sehr durchtrainiert sind
Insgesamt kann ich sagen, dass es schön, lustig und abwechslungsreich war. Dennoch finde ich, dass das Preis – Leistungsverhältnis nicht ganz stimmt! Aber ihr könnt euch ja noch selbst eine Meinung bilden, die Tournee hat erst begonnen.